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A&R-Klassiker als Dauerläufer

Die Original-Hansajolle

Serie: Bekannte Yachten und Boote aus Deutschland Hansa-Jolle und HD 20 – das Original und seine Weiterentwicklung werden seit fast 70 Jahren in Deutschland gebaut. Die 1947 von Henry Rasmussen konstruierte Hansa-Jolle verdankt ihre Entstehung einem Verbot. Die Alliierten hatten nach dem verlorenen Krieg nicht nur viele Boote und Yachten konfisziert, sondern auch den Deutschen untersagt, seegehende Yachten zu bauen. Also schuf der Gründer der schon damals weltberühmten Yacht- und Bootswerft Abeking & Rasmussen (A&R) einen kleinen Kielschwerter mit einer Schlupfkajüte für zwei Personen, gut geeignet für die zahlreichen Binnenseen und Flüsse sowie Tidengewässer. Die Ostküsten waren den Westdeutschen damals versperrt. Die Baunummern eins und zwei gingen zum Norddeutschen Regatta-Verein an Hamburgs Außenalster, die Baunummer drei nach Bremen und die Baunummer vier erhielt der Admiral Bernhard Rogge, der von den Briten als kommissarischer Landrat in Schleswig eingesetzt worden war. Die gutmütigen, ausgeglichenen und dank des 160 Kilogramm schweren Ballastkiels auch sicheren Segeleigenschaften sprachen sich schnell herum, so dass sich mit dem aufblühenden Wirtschaftswunder schon bald eine lebhafte Regattaszene entwickelte mit der Folge, dass der Deutsche Seglertag 1960 die Hansa-Jolle zur Nationalen Klasse ernannte.

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