Wo bleibt das Wassersportkonzept?

30. Juni 2016 - 8:03
Stark frequentiert: Bundeswasserstraße Schlei bei Kappeln, Tourismus statt Berufsschifffahrt

Branchenverbände befürchten Einschränkungen für Wassersport und Wassertourismus in Deutschland Die Spitzenverbände des Wassersports, der Wassersportwirtschaft (auch der DBSV) sowie die Tourismusbranche sorgen sich, dass traditionelle Wassersportreviere schon bald nicht mehr zu nutzen sind. Zugleich setzen sie sich für ein verstärktes Miteinander von Wassersport und Naturschutz auf deutschen Fließgewässern ein. Zwar begrüßen die Verbände in einem Aufruf ausdrücklich den im Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums und des Bundesumweltministeriums formulierten Ansatz, mit Renaturierungs-Maßnahmen der Fließgewässer sowohl zu deren ökologischer Qualität
als auch zu deren Freizeit- und Erholungswert beizutragen. Allerdings birgt das Bundesprogramm laut der Verbände auch die Gefahr, dass das rund 2.800 Kilometer lange Netzwerk der nicht mehr für den Gütertransport genutzten Bundeswasserstraßen für den regionalen Tourismus und für den Wassersport verloren geht, falls es nicht gelingt, ökologische und wassersportliche Interessen miteinander in Einklang zu bringen.