Wenn der Kunde Stress macht

6. Oktober 2016 - 8:03

Über Schlichtung und Beweisverfahren. Endlich ist die Reparaturarbeit abgeschlossen. Die Werft ist von der eigenen Leistung begeistert. Doch der Kunde teilt die Freude nicht. Er kritisiert die Arbeit und hat sich alles anders vorgestellt. Die Werft ist der Auffassung, alles genau nach Auftrag gemacht zu haben. Alle Versuche zu einer Einigung zu kommen scheitern. Der Konflikt eskaliert. Was kann man tun? Es wäre gut, wenn in dieser Situation ein außergerichtliches Schiedsverfahren in Gang gesetzt werden könnte. Doch das setzt eine freiwillige Vereinbarung zwischen den Parteien voraus. Diese kann bereits bei Auftragserteilung verabredet werden, sie kann aber auch noch in der Konfliktsituation ergriffen
werden. Ist dieser freiwillige Weg nicht gegeben, hat jede Seite die Möglichkeit gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerade in der Branche der Sportschifffahrt ist dann ein selbstständiges Beweisverfahren häufig der beste Rat. Dieses
Verfahren, früher Beweissicherungsverfahren genannt, kann jede Partei durch einen Antrag an das Gericht einleiten. Am besten an das Gericht in dem Bezirk in dem sich der Streitgegenstand befindet.