Vom Patrouillenboot zur Luxusmotoryacht

14. Juli 2016 - 8:06
Nur die Rumpfform erinnert an das Patrouillenboot

Ein 80 Meter langes Hochsee-Patrouillenboot der Fassmer Werft soll zur Luxusyacht weiter entwickelt werden. Das OPV80 (Offshore Patrol Vessel) der Fassmer Werft an der Unterweser fährt seit 2008 vor der Küste von Chile. Das gut 80 Meter lange und 13 Meter breite Schiff wurde von den Konstrukteuren in Berne bei Bremen als wirtschaftliches Patrouillenfahrzeug entwickelt. Auf Basis dieser bewährten technischen Plattform zeichnete das Konstruktionsbüro „beiderbeck designs“ eine Motoryacht, die in jeden James-Bond-Film passen würde. Positiver Nebeneffekt der Verwandlung: Es werden die für einen Neubau notwendigen Entwicklungs-Kosten sowie Zeit gespart. Da die Rumpfform in Schlepptankversuchen an der Hamburgischen Schiffsbau-Versuchsanstalt HVSA optimiert wurde, sind die hohen Anforderungen der Auftraggeber an Geschwindigkeit sowie Seegängigund Manövrierfähigkeit „übererfüllt“ worden. Ein bisschen an 007 erinnert die für die Yacht entwickelte Aussetzvorrichtung für Tender, mit der ein Beiboot auch unter Fahrt zu Wasser gelassen und wieder aufgenommen werden kann. Der Landeplatz für Großhubschrauber (bis 7,5 Tonnen und 18 Meter Rotordurchmesser), die sogar an Bord betankt werden können, wird mit hochklappbarem Geländer zum offenen Partydeck.