Neue Struktur-Kernwerkstoffe

11. August 2016 - 8:06
Bootsbau mit hochfesten Sandwich-Schäumen

Björn Heitmann und Gerrit Steffens von der DIAB GmbH geben eine Einführung in die vielfältige Welt der modernen Sandwich-Materialien für den heutigen Bootsbau. Heutzutage existiert eine große Bandbreite an Kernmaterialien auf Basis von thermo- und duroplastischen Polymeren. Beispiele für solche Polymerschäume sind unter anderem PET (Polyethylenterephthalat), PVC/IPN (Polyvinylklorid), SAN (Styrol-Acrylnitril), PES (Polyethersulfon), PMI (Polymethacrylimid), aber auch PU/PUR (Polyurethane). Die diversen Polymerschäume unterscheiden sich durch ihre mechanischen/technischen und thermischen Eigenschaften und ihre Herstellung. Aber welche Eigenschaften sollten Kernmaterialien für den Bootsbau
haben? Die Antwort: geschlossenzellig, niedrige Wasseraufnahme, geringes Gewicht, gute mechanische Eigenschaften, hoher Ermüdungswiderstand, hohe Schadenstoleranz bei Slamming (Aufschlagen auf das Wasser/Wellen), hohe Wärmeformbeständigkeit, geringe Wärmeleitfähigkeit, gute FST Eigenschaften (Fire, Smoke and Toxicity), etc. Grundsätzlich sind alle oben genannten Materialien für den Bootsbau geeignet, wobei relativiert werden muss, dass einige Materialien
nur in speziellen Teilbereichen eingesetzt werden sollten. Bei den Anwendungen bei in hohem Maße dynamisch beanspruchten Bauteilen, dominieren bei den Schäumen noch immer PVC/IPN und SAN, wobei auch zunehmend PET-Schäume eingesetzt werden.