Neigekieltechnik für Fahrtenyachten

6. Oktober 2016 - 8:06
Die Neigekieltechnik muss in der Regel mit einem Steckschwert erweitert werden, damit die Seitenkrafterzeugung erhalten bleibt. Hier deutlch zu sehen: die Sail Ovation des Konstrukteurs von Ahlen.

Yachtkonstrukteur Marc-Oliver v. Ahlen macht sich Gedanken darüber, ob Neigekiele für Fahrtensegler sinnvoll sind. In der Regattaszene ist der Neigekiel (englisch: Canting Keel) seit langem verbreitet. Man bezeichnet so Kielflossen, die seitlich um 35 bis 50 Grad nach Luv ausgeschwenkt werden können. Das verspricht bessere Performance. So verwundert es nicht, dass diese Technik auch bei engagierten Fahrtenseglern in den Fokus gerät und die Frage aufkommt, ob das auch für diese Zielgruppe Vorteile bringt oder sogar eine Umrüstung bestehender Yachten auf diese Technik sinnvoll ist. Der Kiel hat am Boot bekannterweise zwei Aufgaben zu erfüllen. Er erzeugt eine Seitenkraft, die der Windkraft entgegengesetzt wirkt und die Abdrift des Bootes möglichst minimiert. Entscheidender ist jedoch, dass der Kiel mit seinem Einzelgewicht für einen möglichst niedrigen Gewichtsschwerpunkt der gesamten Yacht sorgt. Je tiefer der Gewichtsschwerpunkt, umso größer ist das aufrichtende Moment. Dieses ist wiederum vektoriell direkt mit der Vortriebskraft verknüpft.