Nach der Lehre die Karriere

7. Februar 2016 - 8:05

Eine abgeschlossene Bootsbauerlehre ermöglicht vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten wie ein Beispiel in der bekannten Lemwerderaner Werft Abeking & Rasmussen deutlich macht.

Auszubildender, Geselle und dann vielleicht die Meisterprüfung: Das ist in Deutschland die traditionelle Reihenfolge in den Handwerksberufen. Dazu zählt bekannterweise auch das Bootsbauhandwerk. Die Ausbildungsgrundlagen dieses
Handwerks haben sich allerdings – wie die anschließende Tätigkeit als Geselle – ständig dem technischen Fortschritt angepasst, und auch die Karrieremöglichkeiten eines Bootsbaugesellen unterliegen Veränderungen mit positiven Aspekten für
den Einzelnen. So werden gelernte Bootsbauer aufgrund ihrer vielfältigen Ausbildung besonders von der Industrie umworben. Es gibt jedoch auch gute Karrieremöglichkeiten in angestammten Bereichen. Björn Benecke (34) aus Achim, 40 Kilometer von Lemwerder entfernt, macht es deutlich. Nach seinem Abitur und Zivildienst ging er im Jahr 2002 zur weltbekannten, bereits 1907 vom Konstrukteur Henry Rasmussen gegründeten Yachtwerft Abeking & Rasmussen (A&R), um Bootsbau zu lernen. Er ist ein Beispiel für eine ungewöhnliche, aber durchaus nicht einzigartige Karriere nach der Lehre. Benecke arbeitet eng mit dem Management der Werft sowie den rund 380 festangestellten Mitarbeitern zusammen und ist für die Kalkulation aller möglichen Neubauprojekte, die bei A&R projektiert werden, mit zuständig.