Lacustre: Traumschiff für den Bodensee

1. April 2016 - 8:04

Dr.-Ing. Florian Bartels (34) leitet zusammen mit seinem Vater Dipl.-Ing. Sven Bartels (63) die 1972 von seinem Großvater (88) gegründete Firma Bartels, deren hochwertige Rollfock- und Rollsysteme international bekannt sind. Florian Bartels hatte sich 2009 eine über 70 Jahre alte, Lacustre gekauft. Die Restaurierung des Boots dauerte drei Jahre.

bootswirtschaft: Ihr Großvater und auch ihr Vater haben sich mit Segeln beschäftigt. Gehört Segeln zur Familie Bartels, und wie sind Sie dazu gekommen? Florian Bartels: Nach sechs Generationen Verbundenheit mit dem Element Wasser, ob als Flößer, Dampfschiffkapitän, Eisbrechermaschinist, Motorbarkassenführer oder Segler ist es kein Wunder, wenn diese Tradition in der Familie beibehalten wird. Was im Norden auf der Elbe begann, wurde ab 1950 am Bodensee fortgesetzt.
Mein Großvater, Hermann Bartels, baute 1962 sein viertes Boot, einen Jollenkreuzer, selbst. Damals mussten die Beschläge noch teilweise selbst gefertigt werden. Seine Entwicklung eines Rollsystems für das Vorsegel stieß auf großes Interesse bei Seglern. Daraus entwickelte sich ein Nebenerwerb, der bald den häuslichen Keller sprengte. Heute ist Hermann Bartels mit seinem Motorboot „Schlickrutscher“ ganzjährig auf dem Bodensee unterwegs. Mein Vater segelte von Kind an und nahm mich bereits früh mit aufs Wasser. Als Jugendlicher segelte ich aktiv in der Laser Klasse und später dann Contender sowie als Crewmitglied in verschiedenen Klassen.