Klassischer Pilotkutter

26. Oktober 2016 - 8:06
Der Kutter weist durch das Gaffelrigg eine große Segelfläche am Wind auf, die durch die Aufteilung in vier Segel einfach zu bedienen ist.

Serie: Die Yachten und Boote der Mitglieder Hasko Scheidt, Geschäftsführer des erfolgreichen Seekartenverlags Nautische Veröffentlichungen (NV) in Eckernförde und seine Frau Cornelia beschlossen Anfang der 1980er Jahre, sich ein Boot  bauen zu lassen, auf dem sie auch leben konnten. Die beiden entschieden sich für einen Pilotkutter, denn diese Boote wurden früher auch von kleiner Crew gesegelt. Wenn alle Lotsen abgesetzt waren, segelte der Bootsmann mit einem "Jungen" das Schiff nach Hause. Der Seemann und Hydrograph Hasko Scheidt fertigte zusammen mit der Architktin Cornelia die Bauzeichnungen des Schiffes. Die Knierim-Werft in Laboe (heute in Kiel) erhielt den Auftrag das Schiff zu bauen. Es dauerte fast ein Jahr bis der formverleimte Rumpf des Kutters fertig wurde. Die bootswirtschaft sprach mit Hasko  Scheidt über das Schiff.

bootswirtschaft: Was waren genau die Gründe sich in einer Zeit, in der der GFK-Serienbau jede Menge moderner Risse offerierte, sich für ein historisches Schiff zu entscheiden? Scheidt: Die Liebe zu klassischen Schiffen und ihre leichtere Handhabung mit kleiner Crew waren die Gründe. Das Segel geht zwar schwer hoch, aber runter kommt es von alleine. Es gibt darüber hinaus eine Menge Dinge, die beim Gaffelrigg einfacher und preiswerter gelöst werden und der Kutter ist außerdem eine gute Arbeitsplattform für lange Reisen.