Ixylon Jolle - mehr als der "Trabbi" auf dem Wasser

7. Februar 2016 - 8:04

Serie: Bekannte Yachten und Boote aus Deutschland Als einzige DDR-Bootsklasse hat die Ixylon die Wende überlebt. Heute ist die Jolle in drei Varianten mit über 5.500 Einheiten auf europäischen Revieren vertreten. Als der Prototyp der Ixylon Jolle auf der 6. Boots- und Freizeitschau „Expovita '69“ in Berlin-Grünau (DDR) präsentiert wurde, war sie mehr als nur eine simple Neuheit. Für die Segler und Wassersportfreunde war sie der Hauptanziehungspunkt schlechthin. Das als sichere Wander- und schnelle Regattajolle konzipierte Boot aus GFP (Glasfaserverstärkte Plaste), im Westen als GFK bekannt, wurde mit einem Holzrigg versehen und in der Standardversion als „Tourist“ angeboten. Das Boot war preiswert und – für DDR-Verhältnisse optimal – schon nach vier Jahren ab Bestellung lieferbar. Das alles war möglich, weil ihr Konstrukteur Ulrich Czerwonka vom VEB Yachtwerft Berlin, nicht nur beim Material neue Wege beschrittt. Die vom Bund Deutscher Segler (BDS), dem Seglerverband der DDR, als Nachfolgeboot des Piraten auserkorene 5m-Jolle sollte familientauglich, stabil und sicher sein.

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