Die O-Jolle - immer noch ein agiler Allrounder

23. November 2016 - 8:09
Dauerbrenner O-Jolle

Serie: Bekannte Yachten und Boote aus Deutschland Als Einhandjolle für die olympischen Segelwettbewerbe 1936 konstruiert, ist die O-Jolle eine der ältesten und überdies eine der aktivsten Einheitsklassen in Deutschland. Als im Mai 1932 das IOC die Olympischen Spiele 1936 nach Deutschland vergab, war klar, dass die Deutschen auch bei der Wahl der Bootsklassen ein Wort mitzureden hatten. Angesichts der noch nicht überwundenen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise von 1929 beschränkte man sich anders als bei den Spielen 1932 von Los Angeles auf nur vier Klassen: die international verbreiteten 6- und 8-mR Yachten sowie das aufstrebende Starboot. Für die vom Veranstalter zu stellende Jollenklasse sollten die Deutschen einen Vorschlag machen. Im Frühjahr 1933 beschloss der Deutsche Segler-Verband, gemäß dem im Herbst 1932 vom Dahme-Yacht-Club (DJC, Berlin) gestellten Antrag, eine neue Einmannjolle für die Olympiaregatten 1936 zu schaffen. Die damaligen Forderungen an das neue Boot: Ihre Segeleigenschaften und die erreichbaren Geschwindigkeiten sollten dem damaligen – hohen – Stand des deutschen Jollenbaues entsprechen.