Boote aus zweiter Hand

13. Dezember 2015 - 7:19
Yachtbroker Arne Schmidt in seinem Hamburger Büro

Bei Yachtbrokern klingelt jetzt wieder häufiger das Telefon: „Wieder etwas Leben auf dem Gebrauchtbootmarkt“. Der Hamburger Yachtmakler Arne Schmidt ist seit über 35 Jahren in der Bootsbranche im Geschäft und hat die Boom-Jahre wie die Tiefpunkte des Marktes während der jüngsten Jahre erlebt. Laut statistischer Zahlen hat sich der Gebrauchtbootmarkt etwas erholt. Umgesetzt werden danach in diesem Segment der Branche rund 300 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Plus bedeutet. Die bootswirtschaft sprach mit Arne Schmidt. bootswirtschaft: Hat sich der Gebrauchtbootmarkt wirklich erholt? Schmidt: Es ist tatsächlich eine leichte Erholung des Marktes zu spüren. Es ist sozusagen wieder ein bisschen mehr Leben in der Bude. Vor allen Dingen, wenn ich an den großen Einbruch im Jahr 2008 und in den Folgejahren denke. bootswirtschaft: Was sind die Gründe für die Markterholung? Schmidt: Es gibt eine Vielzahl von Merkmalen, die in der Summe eine Belebung ausmacht. Nur um einige zu nennen: Das Preisniveau der Gebrauchten ist über die letzten Jahre gesunken und wer
verkaufen will, hat mittlerweile erkannt, dass man sich an dieses Niveau anpassen muss. Eine Rückkehr in die umsatzstarken Jahre vor 2008 ist vorläufig nicht abzusehen, auch wenn der Markt durch das Internet internationaler und größer geworden ist. Hier kommt mir zugute, dass ich mich von Anfang an mit Kollegen dem Maklerverbund Sea Independent angeschlossen habe.