Der Bootsbauer/ die Bootsbauerin

Der Bootsbauer/ die Bootsbauerin ist ein Handwerksberuf. Die Ausbildungsdauer beträgt 
3 ½ Jahre. Die Ausbildungsordnung von 2000 wurde den branchenspezifischen Erfordernissen des Bootsbauerhandwerks angepasst. Diese neue Ausbildungsordnung und der neue Rahmenlehrplan gilt seit dem 1. August 2011. Mit neuen und veränderten Ausbildungsinhalten wird den zukünftigen Gesellen/ Gesellinnen die am Qualifikationsbedarf des Gewerbes orientierte Fach- und Sozialkompetenz vermittelt.

Nach 2 Lehrjahren teilt sich die Ausbildung in die Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau bzw. die Fachrichtung Technik. Die Inhalte und Anforderungen für die Zwischen- und Gesellenprüfung wurden neu formuliert. Für Auszubildende, die nach der neuen Ausbildungsordnung ihre Ausbildung beginnen - also Ausbildungsjahrgang 2011 und folgende - wird es keine Zwischenprüfung im herkömmlichen Sinne mehr geben, diese wird ersetzt durch eine "Gesellenprüfung Teil 1".

Berufsbild

1. Berufsbezeichnung
Bootsbauer / Bootsbauerin


2. Ausbildungsdauer
3 1/2 Jahre, die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Werft und Berufsschule

3. Arbeitsgebiet
Bootsbauer und Bootsbauerinnen arbeiten in den Bereichen Reparatur, Neubau, Wartung und Veredelung und führen ihre Tätigkeit in der Werft sowie in der Marina aus.


4. Berufliche Qualifikation
Bootsbauer und Bootsbauerinnen führen ihre Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und von Arbeitsaufträgen überwiegend im Team und in Kooperation mit anderen Gewerken selbstständig durch. Sie beschaffen Informationen auch mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel, planen und koordinieren ihre Arbeit, richten Arbeitsstellen ein und ergreifen Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz. Sie prüfen ihre Arbeit, dokumentieren sie und führen qualitätssichernde Maßnahmen durch. Der Boots- und Schiffsbau ist ein vielseitiger Beruf.
 
Der fachgerechte Umgang mit Werkstoffen wie Holz, Faserverstärkten Kunststoffen, Harzen, Leicht- und Schwermetallen und Oberflächenbeschichtungen erfordert von den Bootsbauern ein hohes Maß an Kenntnissen und Fertigkeiten. Kreatives Denken, Arbeitsdisziplin und Ausdauer, Flexibilität, ein gutes räumliches Erkennungsvermögen und technisches Verständnis gehören u.a. zu den wichtigen Eigenschaften eines guten Bootsbauers. Der Einbau von Maschinen und Antriebsanlagen, die fachgerechte Montage von Rohrleitungen, Tankanlagen und Elektrokabeln, das Aufstellen von Riggs, die Indienststellung und das Winterfestmachen von Booten runden das Tätigkeitsfeld des Bootsbauers ab. Hat man nach seiner Ausbildung für mindestens 3 Jahre als Geselle gearbeitet, kann man sich zu der Meisterprüfung anmelden. Der erworbene Meistertitel erlaubt, seinen eigenen Betrieb zu eröffnen und Lehrlinge auszubilden.
Weitere Informationen können Sie direkt unter folgendem Link der abrufen: www.berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start