Sportseeschifferschein reicht nicht aus

Deutscher Skipper und Crew: Einsatz auf fremdgelflaggten Yachten ist nicht möglich.

Keine Fahrerlaubnis für professionelle deutsche Skipper auf fremdgeflaggten Schiffen. Aktuelles Problem: Für den Bereich der kleinen, kommerziell genutzten Wasserfahrzeuge unter 24 Metern Länge und 200 GT (Small Commercial
Vessels) besteht zwischen den EU Mitgliedsstaaten zurzeit keine gegenseitige Anerkennung der Qualifikationen von Berufsskippern. Da die Befähigungsnachweise an die Rechtsvorschriften des jeweiligen Flaggenstaates geknüpft sind, schränkt dies die Beschäftigungsmöglichkeiten professioneller Skipper auf dem europäischen Markt erheblich ein. Deutlich wird dies anhand des folgenden Beispiels: Eine deutsche Qualifikation, beispielsweise der Sportseeschifferschein, wird für das Führen einer britisch oder spanisch geflaggten Yacht nicht anerkannt – und umgekehrt. Dies kann zu kuriosen Situationen führen, in denen es qualifizierten professionellen Skippern nicht gestattet ist, baugleiche Boote im selben Hafen zu führen, weil sie unter verschiedenen europäischen Flaggen fahren.