Parametic Fast Hull im Langzeittest

Der Rumpf vom Lotsenversetzboot mit verbessertem Seegangsverhalten.

Das Lotsenversetzboot "Nübbel" hat durch einen PFH-Rumpf besondere Fahreigenschaften. Bootsexperten fällt es auf, wenn das 12,20 Meter lange Lotsenversetzboot „Nübbel“ von Cuxhaven aus zum Einsatz in See sticht. Das über 20 Knoten schnelle Boot bewegt sich nicht wie üblich als Halbgleiter mit aus dem Wasser ragenden Bug, sondern bleibt nahezu in horizontaler Lage, und die Heckwellenbildung fällt gering aus. Seit 2011 ist die auf der MWB-Werft in Wilhelmshafen gebaute „Nübbel“ von Cuxhaven aus im Einsatz und sorgt bei den Lotsen durch ihre Geschwindigkeit und ihre Wendigkeit für große Zufriedenheit. Kein Wunder, denn die „Nübbel“ ist ein besonderes Boot mit einem sogenannten Parametic Fast
Hull (PFH). Die Entwicklung des PFH begann in den 90er Jahren mit Serienmodellversuchen in der Schiffbauversuchsanstalt in Wien. Die Form zeigte sehr gute Eigenschaften für eine bestimmte Zielgeschwindigkeit und eine geringe Wellenbildung. Im Jahr 2004 übernahm Dr.-Ing. Dietrich Wittekind, ehemaliger Direktor der Hamburgischen Schiffbauversuchsanstalt, die Weiterentwicklung der Form und ist heute Lizenzträger.