Null-Emissions-Frachtschiff

Der neue, kleine Frachtensegler unterscheidet sich durch ein leicht zu bedienendes Rigg und einer modernen Rumpfform von den klassischen Rahseglern, den letzten eingesetzten Frachtschiffen unter Segeln.

Leichte, hochfeste Baumaterialien und moderne Segeltechnik machen das Schiff wirtschaftlich. Es ist bisher noch keine vollständig abgeschlossene Planung, aber Beschreibung und Zeichnung zeigen den Weg. Stefan Schulz von der Baltec Offshore GmbH in Lübeck und Professor Michael Vahs von der Hochschule in Leer arbeiten an dem Projekt F300, einem „Frachtensegler der Zukunft“. Die 32 Meter lange Version des Frachtenseglers ist ein Null-Emissionsschiff und als Inselversorger in der Südsee gedacht. Stefan Schulz: „Nach dem Übereinkommen von Paris vom 12. Dezember 2015 sollen bis 2050 keine fossilen Energieträger mehr verbrannt werden, und damit können nur noch klimaneutrale, CO2 freie Antriebe genutzt werden. Damit schließen sich die heute leicht verfügbaren Treibstoffe für Dieselmotoren weitgehend aus“. Die Rückbesinnung auf Wind als Antrieb in der Frachtfahrt muss nach Worten von Schulz durch die Nutzung neuester Technologien aus dem Rennyachtbereich erfolgen wie Leichtbau, Hochleistungsriggs mit drehbaren Kohlefasermasten, optimierte Kielformen und Wasserballast oder Foils.