Keiner will uns regieren

DBSV-Geschäftsführer Claus-Ehlert Meyer

Seit der Bundestagswahl sind dreieinhalb Monate vergangen und – jedenfalls bei Redaktionsschluss – weit und breit ist keine Regierung in Sicht. Da kann sich ein Gefühl einstellen, wie man es aus der Kindheit kannte, wenn die Eltern nicht zuhause waren und man sturmfreie Bude hatte. Aber auch damals haben wir natürlich erwartet, dass die Eltern wieder auftauchen und ihren Pflichten nachkommen. Das wird jetzt auch zu Recht von der Politik erwartet, denn zu viele Punkte stehen auf der Agenda, als dass das größte und wirtschaftlich stärkste Land im Herzen Europas sich eine Auszeit leisten kann.