Die Stevenrohrbohrung

Achtersteven mit Propeller des Pfahlewers „Oderik von Oederquart“, der letzte Neubau der Schiffswerft Dawartz in Tönning a .d. Eider, begonnen 1979, fertiggestellt bei Hatecke im Jahr 2010.

Alte Bootsbautechniken vor dem Vergessen bewahren. Bootsbaumeister Jörn Niederländer befasst sich damit, wie das größte gebohrte Loch im Rumpf entstehen sollte.Von Jörn Niederländer. Groß ist die Zahl der Löcher, die beim Bau eines Holzbootes in den Rumpf gebohrt werden müssen. Allein zum Verbinden von Planken und Spanten dürften es bei einer Jolle mittlerer Größe ca. 2000 Niet- oder Schraubenlöcher sein. Diese Arbeit wird schnell zur Routine, jedoch können je nach Bootstyp und Antriebsart weitere Löcher hinzukommen, zum Beispiel für Seeventile, Auspuffrohre, Ruder- oder Schraubenwelle. Hier wird man genau und sorgfältig überlegen, wo der Bohrer anzusetzen ist, denn ein Fehler kann unangenehme Folgen haben.