Dichten der Karweelbeplankung

Beplankung aus der "Vor-Leim-Ära" erfordert eine hohe Präzision seitens des Bootsbauers.

Alte Bootsbautechniken vor dem Vergessen bewahren. Bootsbaumeister Jörn Niederländer beschreibt alte Techniken des Kalfaterns von karweelbeplankten Rümpfen. Von Jörn Niederländer. Um die Außenhaut eines Holzbootes wasserdicht herzustellen, bedarf es im Prinzip lediglich einer genauen Anpassarbeit zwischen Planke und Planke. Das passgenaue Bearbeiten der Kontaktflächen zwischen den Bootsplanken ist eine der zahlreichen besonders anspruchsvollen
Tätigkeiten im Holzbootsbau. Die dabei erforderliche Präzision beim Fügen findet ihre Grenzen bei der Materialstärke der Planken. Wenn die Planken beispielsweise bei einer 65 Millimeter dicken Kutterplanke nicht mehr vertretbar ist, weil das Material zu schwer und zu störrisch ist, oder der Zeitaufwand beim Fügen zu groß wird, kommt dem Kalfatern die entscheidende Bedeutung zu. Dieser typischen Arbeit des Holzbootsund Schiffbaus haben wir bereits in der bootswirtschaft  04/16 ein besonderes Kapitel gewidmet.