Antifouling: Guter Schutz durch Silikonprodukte

Folien am Liegeplatz sind praktikable Alternativen zum Antifouling mit schädlichen Bioziden.

Auf der gesamten Ostsee gibt es für Boote einen hohen Bewuchsdruck. Von 2014 bis 2017 fördert die EU das Forschungsprojekt „Change“, in dem praxisorientierte und umweltfreundliche Bewuchsschutz-Verfahren entwickelt und erprobt werden. In enger Kommunikation und Kooperation mit Bootseignern, Antifoulingherstellern und Wassersportverbänden in Skandinavien und Deutschland soll nach neuen Verfahren gesucht werden, um die Belastung der Ostsee mit gewässergefährdenden Stoffen zu vermindern. Dr. Burkhard Watermann vom Labor für Limnische und Marine Forschung Limnomar berichtet über erste Ergebnisse. An circa 30 Standorten der Ostseeküste wurden Platten ausgehängt, die mit Antifouling-Beschichtungen unterschiedlicher Kupfer Konzentrationen gefüllt waren. Es zeigte sich, dass in den meisten Häfen sehr geringe Kupfergehalte ausreichend sind, um einen Bewuchsschutz zu gewährleisten. In sogenannten „Bewuchs hot spots“, wie dem Travemünder Passathafen oder der Warnow Mündung, sind deutlich höhere Konzentrationen vonnöten.